Dienstag, 11. Juli 2017

Filmmeinung: Wonder Woman (2017)

Wonder Woman


Dauer: 146  Minuten
FSK: 12
Meine Bewertung: 
Handlung: Die Amazonenprinzessin Diana lebt abgeschieden von dem Rest der Welt auf der paradiesischen Insel Themyscira. Ihr Volk ist eine Nation von mutigen Kriegerinnen, doch trotzdem entschließt nur Diana sich zum Helfen, als der britische Spion Steve Trevor auf ihre Insel gelangt und von den Schrecken des Krieges außerhalb berichtet. Eine Welt in Flammen, wo Unschuldige getötet werden - Diana ist überzeugt, dass dahinter der feindliche Kriegsgott Ares steht und macht sich auf um ihn zu bekämpfen ...

Trailer:
Eindrücke & Gedanken: Wenn ich zwischen Marvel und DC entscheiden müsste, würde ich mich immer und immer wieder für Marvel entscheiden - allein deswegen, weil die MCU-Filme meist besser sind als DC-Superheldenfilme. Besonders meine persönliche letzte DC-Katastrophe Suicide Squad hat mehr als deutlich gezeigt, dass augenscheinlich mehr in einen gigantischen Hype investiert wird als in den Film selbst

Deswegen habe ich mich durchaus auf Wonder Woman gefreut, der eigentlich erste richtige Film mit einer weiblichen Superheldin im Mittelpunkt - und trotzdem saß mir im Nacken ein kleines Biest namens Skepsis. Was, wenn es schon wieder nur so eine gigantische Hype-Blase wäre, die später von allen Seiten mit den Nadeln der Enttäuschung zerstochen wird?!
Tja, jegliche Skepsis war bei mir ins Nichts verpufft, als der mitreißende Soundtrack erklang und das Volk der Amazonen das Schlachtfeld betrat 😂 Und selbst jetzt bin ich noch dabei, vor mich hin zu lächeln beim Gedanken daran, wie Diana sich über Babys und Eiscreme gefreut hat. Schwingende Schwerter in Zeitlupe, Kriegerinnen die im Sprung Pfeile abfeuern, der klassische Amazonian Shield Jump und dann noch Wonder Woman's ultimative Kräfte ...! -Begeisterung pur, kann ich nur sagen.
Diana hatte bereits ihren ersten epischen Auftritt in Batman v Superman: Dawn of Justice, doch erst jetzt mit ihrem eigenen Solofilm wird endlich jedes letzte Geheimnis um sie und ihre Entwicklung zur Kämpferin für Gerechtigkeit deutlich. Die israelische Schauspielerin Gal Gadot bringt ihre Rolle super rüber und der Plot selbst - prinzipiell nach dem vorhersehbaren Schema von jedem x-beliebigen Superheldenfilm aufgebaut - kommt mit Spannung in jeder einzelnen Minute aus. Ich finde es klasse, wie die Regisseurin Patty Jenkins eine Welt darstellt, die Wonder Woman noch völlig fremd ist und sie selbst mal an das Ende ihrer Kräfte bringt: die düstere Brutalität des Ersten Weltkrieges für alle Beteiligten, die Kluft zwischen Hass und Verständnis ... Wonder Woman ist schlichtweg ein toller Film, der sogar Wert auf der Charakterentwicklung der Heldin legt. Gezeichnet von der Sicherheit ihrer Heimat, muss Diana ihre gesamte Weltanschauung umdenken und bewahrt trotzdem noch ihre Ideale im Herzen. So müssen Superhelden sein, Leute!

Wonder Woman ist einer dieser Filme, die man sich nicht entgehen lassen darf. Auch wenn viele Elemente sich sehr an Klischees an Filme diesen Genres anlehnen, sticht dieser Film sofort hervor und ist von Anfang bis Ende nahezu völlig makellos. Wenn DC's Filme in Zukunft alle so ähnlich sein werden, droht mir ja noch die Gefahr, Marvel den Rücken zuzukehren und zu den DC-Fans überzulaufen 😅 

Kommentare:

  1. Cool, dass dir der Film genauso gut gefällt wie mir! :-D Wir haben glaube ich, auch fast die gleichen Punkte genannt ^^ bzw was ich mir noch so zusätzlich gedacht habe.

    LG
    Hanna

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    1. Ja, nur habe ich halt hier in meiner Review noch vergessen den Aspekt der Mythologie zu erwähnen ^^ Immerhin ist Ares in den echten Mythen erst recht einer der Lieblings-/ Schutzgöter der kriegerischen Amazonen!

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  2. Hey :)

    Irgendwie kommt mir vor, ich bin ganz allein auf weiter Flur mit meiner Meinung, dass ich die Geschichte eher langweilig fand ... Aber gut, okay, ich hab früher die Comics sehr gern gelesen, vielleicht hat mir deswegen der Film nicht wirklich etwas Neues gebracht. Wonder Womans "Entstehung" war mir deswegen schon bekannt (wobei ich trotzdem den Teil im Film auf Themiscyra noch deutlich interessanter fand als den Rest während des Krieges) - wahrscheinlich deswegen.

    Gal Gadot fand ich aber als Besetzung passend. Sie ist einfach genau der richtige Typ, eine Kämpferin, aber trotzdem eine Frau, die lernen muss, sich außerhalb ihrer gewohnten Umgebung zurechtzufinden. Die aber trotzdem bereit ist, für ihre Ideale einzustehen.

    Liebe Grüße
    Ascari

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    1. Nope, du bist nicht alleine!
      Die Story an sich fand ich auch nicht gerade überzeugend, die Charaktere dafür umso mehr. Wären die weniger packend gewesen, hätte ich den Film nicht zu Ende gesehen. (Okay, hätte ich doch, weil ich niemals mitten im Film aus dem Kino gehen würde, but you get my drift ;))

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    2. Für mich war die gesamte Story deswegen so neu und faszinierend, weil ich noch nie zuvor etwas mit Wonder Woman zu tun hatte. Aber ihr habt beide Recht: Diana als Charakter ist schon mal einer der Gründe, den Film anzuschauen - ihre Entwicklung ist einfach nur inspirierend und mal etwas anders als in üblichen Filmen über Superhelden. Ein zweiter Wonder Woman-Film wurde ja bereits bestätigt und darauf freue ich mich sogar jetzt bereits :D

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    3. Ich finde die Geschichte rund um Diana und wie sie letztendlich zu "Wonder Woman" wurde, auch super. Ich bin nur generell einfach kein Fan von Krieg-Plots, das hatte ich in meinem anderen Kommentar mit "Story" gemeint.

      Echt, der zweite wurde schon bestätigt? :D Das ist ja super! Mein letzter Stand war noch, dass es bisher keine Entscheidung gab. Hach, da freue ich mich <3

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  3. Ich freue mich, dass dir der Film auch so gut gefallen hat! Prinzipiell mag ich DC ja viel lieber - weil die Villains einfach so vielschichtig sind (man schaue sich nur den Joker oder den Riddler an), da kommt kaum einer von Marvel heran. Nur hat sich Warner Bros. eben viel zu lange ausgeruht und dann versucht, möglichst viel in möglichst wenige Filme zu pressen, was ich echt schade finde. Von daher sehe ich es ähnlich wie du: Bei Marvel-Filmen kann man sich fast sicher sein, gut unterhalten zu werden, während ich in die "Justice League" nur wegen Wonder Woman gehe, weil ich schon wieder eine Katastrophe erwarte.

    Aber ja, "Wonder Woman" als Solo-Film ist absolut klasse und ich bin froh, dass Patty Jenkins als Regisseurin (erste weibliche!) offensichtlich den richtigen Riecher hatte. Gal Gadot ist genial, die Geschichte spannend und wie du auch schreibst, kommt Diana vor allem selbst an ihre Grenzen, was es richtig spannend macht.

    Tolle Rezension, kann ich mich nur anschließen!

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    1. Stimmt, DC hat durchaus die besseren Bösewichte, komplexer und überzeugender als die meisten Marvel-Villains. Bei "Justive League" bin ich aber dank "Wonder Woman" sofort etwas optimisticher geworden bezüglich aller kommenden DC-Filme: vielleicht kommt es ja in den nächsten Jahren wirklich dazu, dass DC Marvel von seinem Thron stoßen wird, wer weiß?! Ich meine, gestern habe ich mir die Trailr zu "Thor: Ragnarok" angeschaut und weiß nicht was ich davon halten soll, dass hier ein sehr starker schrill-witziger Guardians of the Galaxy-Flair ist. Das sehe ich ehrlich gesagt etwas kritisch und habe noch keine richtige Vorfreude darauf ...

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